1. Lichtenrader Fahrradfest

Erstes Lichtenrader Fahradfest am 12. Juni 22

Am Sonntag, 12. Juni, fand in Lichtenrade das erste Fahrradfest statt. Unter dem Motto „Radwege für Lichtenrade“ stellte die Öku-menische Umweltgruppe Lichten-rade zwei für den Süden Tempelhofs wichtige Projekte öffentlich vor.

Zum einen geht es darum, dass einige der Straßenabschnitte mit Kopfsteinpflaster einen Asphalt-streifen erhalten sollen, so dass die beiden S-Bahnhöfe, die Schulen und Geschäfte des Ortsteils gut mit dem Fahrrad erreichbar sind.

Zum anderen fällt es auf, dass es zwischen Lichtenrade und der Innenstadt keine organische Radwegeverbindung gibt. Die Umweltgruppe geht davon aus, dass sich hierfür der vorhandene Nord-Süd-Korridor der Dresdner Bahn anbietet. Mithilfe vergleichbar geringer Baumassnahmen ergibt sich entlang der Bahntrasse ein akzeptabler Streckenverlauf auf vorhandenen Nebenstraßen mit weniger Fahrt-unterbrechungen und geringerer Lärm- und Abgasent-wicklung als entlang der Hauptverkehrs-straßen. Diese Wegführung würde die S-Bahnhöfe der S2 miteinander verbinden und würde beim S-Bahnhof Priester-weg an den vorhandenen Radschnellweg 6 anschließen.

Im Laufe des Vormittags kamen nacheinander in großer Zahl interessierte Familien aus Lichtenrade und diskutierten angeregt die auf den Schautafeln zur Schau gestellten Pläne. Die für Verkehrswege zuständige Stadträtin Frau Saskia Ellenbeck beglück-wünschte die Ökumenische Umwelt-gruppe zur Idee des Fahrradfestes und begrüßte die Pläne ausdrücklich. Zugleich verwies sie auf die personellen Engpässe ihrer Abteilung.
    In den Pausen versorgte die in Lichtenrade neu entstandene Initiative LebensMittelPunkt die Besucher mit köstlichen vegeta-rischen Buletten. Für die vorzüglich Jazzmusik sorgte das Trio P 25 mit Torsten und Fabian Piper sowie Frank Müller. Das Erste „LiRadlerfest“ endete mit einem fröhlichen Korso der blumen-geschmückten Räder unter einem blauen Sommerhimmel.  

 

Reinhart Kraft

 

 

 

Fastenaktion für Klimaschutz

Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Wie Sie vielleicht schon wissen, beschäftigt sich ein Aktionsbündnis, das aus Mitgliedern der Ökumenischen Umweltgruppe, des Wohntisches Lichtenrade, der Foodsharing Initiative Berlin sowie Menschen aus der Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen seit einem Jahr mit der Einrichtung eines sog. LebensMittelPunktes. 
Wir sind im Gespräch mit der UTB (Investorenteam der Alten Mälzerei), um für die Umsetzung unserer Ideen Räume im „Landhaus Lichtenrade“ an der Alten Mälzerei als Zwischennutzung zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Das Landhaus soll ein nachbarschaftlicher Treffpunkt sein, an dem sich Menschen mit Spaß und Genuss zum gemeinsamen Kochen, Essen und zum Wissensaustausch über gesunde, nachhaltige Ernährung treffen können. Wir sind gerade dabei einen gemeinnützigen Verein zu gründen und hoffen mit Ihnen allen gemeinsam im Frühsommer die Vereinsgründung feiern zu können, vielleicht schon im Landhaus?
Als eine unserer ersten Aktivitäten haben wir Ende letzten Jahres in Zusammenarbeit mit „Foodsharing“ im Glashaus neben dem Landhaus unweit des S-Bahnhofs Lichtenrade einen „Fairteiler“ für gerettete Lebensmittel eingerichtet um der Lebensmittelververschwendung entgegenzuwirken. Im Fairteiler stehen öffentlich zugängliche Kühlschränke, in denen „gerettete“ Lebensmittel kurzfristig, d.h. in der Regel für wenige Stunden, eingelagert werden können. Wie wir feststellen konnten, findet dieser Fairteiler inzwischen regen Zuspruch!
Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln ist in diesem Jahr auch Thema der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit  von Aschermittwoch (2.3.) bis Ostersonntag (17.4.) In der Broschüre “Soviel du brauchst“, herausgegeben von bundesweiten Landeskirchen, Bistümern, Brot für die Welt und Misereor, werden wöchentlich Impulse gegeben für einen Wandel unserer Einkaufs- und  Essgewohnheiten.
en, sei es das gemeinschaftliche Kochen und Essen, Infoveran-staltungen, Pflanzen- und Saatgut-börsen oder kleine Lebensmittel-märkte. Dafür braucht es vor allem eines: Viele Menschen, die das Projekt unterstützen.

 

 

Reinhart Kraft/Margrit Schmidt

 

 

 

Lokales Radwegenetz

Ausbau des  Radwegenetzes in Lichtenrade

Unsere AG Radwegenetz hat zur Zeit folgende Schwerpunkte:

1.) Wir bemühen uns darum, ein Radwegenetz zu den wichtigsten Knotenpunkten in Lichtenrade (Haltestellen, Einkauf, Schule, Ärzte) zu schaffen. Dazu müssten einige Nebenstraßen mit Kopfstein-pflaster, allen voran die Prinzes-sinnenstraße, fahrradtauglich ge- macht werden. Dies kann nach Auskunft des Straßen- und Grünflächenamtes am umwelt-freundlichsten dadurch geschehen, dass die Steine abgeschliffen oder geschnitten werden, wie es z.B. beim Marienpark in Mariendorf besichtigt werden kann (Eingang Lankwitzer Str. 48).

2.) Wir drängen auf eine Lösung für die für Radfahrer gefährliche Strecke auf dem Lichtenrader Damm zwischen Goethestraße und Grimmstraße südwärts.

3.)Wir untersuchen den zukünftigen Bedarf an Fahrradabstellplätzen am

S-Bahnhof Schichauweg und dem neuen S-Bahnhof Lichtenrade.

4.) Wir setzen uns dafür ein, dass die Bahn das Dach des neuen Bahnhofs Lichtenrade mit Photovoltaik ausrüstet, um mit diesem umweltfreundlich erzeugten Strom Elektroautos und Pedelecs zu versorgen.

5.) Mit anderen Gleichgesinnten verfolgen wir den naheliegenden Gedanken, entlang der Trasse der Dresdner Bahn neben den Lärmschutzwänden einen Nord-Süd Radweg anzulegen.

 

Weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Wer unsere Gruppe kennenlernen oder mitmachen möchte, melde sich bei: 

Helmut Herzau    oder

Hans Streu

 

Nachstehend finden Sie unseren Brief vom 26.3.21 an die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, worin wir diese bitten, den Antrag der BVV Tempelhof für eine Machbarkeits-studie hinsichtlich einer "Radschnell-verbindung zwischen Lichtenrade und Priesterweg" zu unterstützen.

Radschnellweg, Brief an Sen.Verk.pdf
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Vermerk  zum Ortstermin  zur Radverbindung zwischen Alter Mälzerei und Schichauweg

Radverbindung Alte Mälzerei-S-Bhf Schic
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Impulsgottesdienst

Klimawandel – Was geht uns das an? Bericht vom Impulsgottes-dienst am 7.11.2021

Anfang November versammelten sich im schottischen Glasgow die Regierungsvertreter von fast 200 Ländern dieser Erde zur 26. UN-Klimakonferenz. Das war für die Ökumenische Umweltgruppe ein Anlass, zusammen mit den Mitgliedern des Vorbereitungskreises für die IMPULS-Gottesdienste und Pfarrer Veit Hoffmann einen IMPULS-Gottesdienst zur Thematik „Klimawandel - Was geht uns das an?“ zu gestalten.
In einer – bei entsprechend niedrigen Temperaturen  - gut durchlüfteten Zeltkirche trafen wir uns am Abend des 7. November 2021 mit der Gemeinde, um gemeinsam über die Folgen des globalen Klimawandels nachzu-denken und - nicht zuletzt - Gottes Segen für das Gelingen dieser Konferenz zu erbitten.
Mit den Eröffnungsworten stellten wir fest, dass unsere Haltung in der Klimafrage zentral mit unserem Glauben zu tun hat. Wir bekräftigten, dass die Natur trotz aller Gefährdungen und Konflikte gut ist und dass sie Gottes Gabe an alle Menschen ist, die es gerecht zu teilen und verantwortlich zu bewirtschaften gilt.
Im darauf folgenden, kurzen Anspiel wurde am Beispiel des Weltraumtourismus auf die menschliche Hybris hingewiesen.
In der Predigt wurde deutlich, dass wir nicht danach fragen sollten, wo Gott in der Klimakrise ist, sondern wo der verantwortliche Mensch ist!
Wie in den IMPULS-Gottesdiensten üblich, wurden die Gottes-dienstbesucher ermuntert, eigene Gedanken zu einem umwelt- und klimabewußteren Verhalten im Privatleben und in der Gemeinde aufzuschreiben.
Die Resonanz auf die an der Zeltwand angehefteten Vorschläge und Ideen nach dem Gottesdienst war sowohl zustimmend als auch ein wenig kontrovers. Weitere Anregungen boten die sich entwickelnden Gespräche auch durch die acht großformatigen Karikaturen, die – von uns auf Schautafeln im Zeltinnenraum verteilt – hintergründig-satirische Skizzen zur Klimasituation wiedergaben.
Rund eine Viertelstunde nach neunzehn Uhr ging so ein nachdenklich machender und doch ermutigender IMPULS-Gottesdienst zu Ende. Wir sind froh, dass wir hierzu den thematischen Anstoß geben konnten und als „aktive Gäste“ die Veranstaltung mitgestalten durften.

Hilmar Conrad