Das Landhaus Lichtenrade
Am 09. Februar 2026 fand im Restaurant „Landhaus Lichtenrade“ eine Veranstaltung zur Geschichte des Hauses statt, organisiert vom ReWIR.Salon des Vereins des Lichtenrader Reviers. Der Andrang von Lichtenraderinnen und Lichten-radern und der Bewohnerschaft des Lichtenrader Reviers war sehr groß, sodass bald schon die vorhandenen Sitzplätze nicht mehr ausreichten.
Der Vortrag von Marina Heimann, der Chronistin Lichtenrades, über die wechselvolle Geschichte des Landhauses, illustriert mit Bildern und Anekdoten, ließ diesen Ort in den folgenden anderthalb Stunden sehr lebendig werden.
Erbaut wurde das Wirtshaus 1893 im Fachwerkstil und bestand aus dem zweigeschossigen Wirtshaus und einer Gaststube. Neben und hinter der Gaststätte gab es einen Garten mit Lindenbäumen, in deren Schatten die Menschen nicht nur aus Lichtenrade gerne verweilten sondern auch Berliner, die als Wochenendvergnügen ins Umland herausfuhren um sich zu erholen und hier auf ein Bier einkehren konnten. Etwas später (1898) wurde dann von der Schlossbrauerei Schöneberg die Alte Mälzerei errichtet, ein moderner Industriebetrieb zum Mälzen des Getreides. Da beim Mälzen, der Vorstufe des Bierbrauens, starke Gerüche entstehen, wurde dieser Betrieb hierher ins Umland verlegt, war aber nur bis in die zwanziger Jahre in Funktion. Die Schloss-brauerei nutzte das Wirtshaus zum Ausschank ihres Bieres. Zwischen Mälzerei und dem Wirtshaus gab es damals auch noch einen Ruderteich.
Allerdings gibt es auch eine dunklere Seite des Wirtshauses:
In den Kriegsjahren waren in dem Gebäude Zwangsarbeiterinnen untergebracht.
Die beständig wachsende Bevölkerung Lichtenrades nutzte die Räumlichkeiten jahrzehntelang für Familienfeste, Tanzabende, Bälle, Nikolausfeiern u.a. In den 60ern wurden auch Unterbringungs-möglichkeiten für Gäste eingerichtet und das Wirtshaus erhielt die Konzession für einen Hotelbetrieb. In den 70er/80er Jahren gab es hier auch eine Disco „Happy Buhr“, in Anlehnung an den Namen der damaligen Besitzer des Hauses, Familie Buhr.
Dann stand das Haus lange Zeit leer und wurde dem Verfall preisgegeben...
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G. Theisen-Grams
Fotos von B. Doecker und G. Theisen-Grams;
alte Postkarte von 1907
Liebe Mitmenschen in Lichtenrade,
im Respekt vor den Menschen in der Ukraine und als Zeichen der Anteilnahme möchten wir in der Weihnachtszeit Pakete mit Hilfsgütern dorthin schicken. Wir haben uns mit der Ukrainehilfe Lobetal in Verbindung gesetzt und sind gebeten worden, die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde in Chernihiv unweit von Charkiv zu unterstützen. Diese aktive baptistische Gemeinde hat aus eigener Kraft eine Schule gebaut und kümmert sich darüber hinaus um bedürftige alte Menschen in der Region.
Wenn Sie sich an dieser Aktion beteiligen wollen, packen Sie bitte ein Paket ca. in der Größe eines Schuhkartons und bringen es am Freitag 21.11.25 zwischen 16:00 und 19:00 Uhr zum Parkplatz beim Café Obergfell am südlichen Ende der Straße Alt-Lichtenrade.
Nach den Erfahrungen der Ukrainehilfe Lobetal sollten diese Pakete Weihnachtliches für Kinder (z.B. Schul- und Bastelmaterial, Spielzeug, Süßigkeiten), Haltbare Lebens-mittel (z.B. Gebäck, Studentenfutter, Kaffee, Tee, Schokolade) und/oder Hygieneartikel (z.B. Zahnbürsten und Zahnpasta, Shampoo, Seife, Handcrème, Damenhygieneartikel) enthalten und eine persönliche Weihnachtskarte.
WICHTIG:
Bitte keine Kleiderspenden!
Bitte die Pakete nur verschnüren, nicht zukleben!
Wir werden diese Kartons nach Lobetal bringen*. Von dort werden sie von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Ukrainehilfe Lobetal nach Chernihiv gebracht und dann im Rahmen einer gottesdienstlichen Feier verteilt.
Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!
Hans Streu, Annette Adamaschek, Margrit Schmidt, Reinhart Kraft
Am 31.10.25, dem Reformationstag, traf sich der Hort zu einer besonderen Feier im Gemeindegarten, wohin die Ökumenische Umweltgruppe zur Pflanzung eines Apfelbaumes eingeladen hatte - getreu dem Ausspruch Martin Luthers: “Wenn morgen die Welt unterginge, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Es wurde ein richtig feierliches Treffen, auch durch das gemeinsame Singen mit der Musikerin Birgit Henninger. Aus den von Margrit Schmidt vorgetragenen Gedanken ging hervor, wie aktuell Luthers Worte heute sind: " Welche Wohltat ist es, im Schatten eines großen Baumes zu liegen und den Wolken zuzuschauen, wie sie am blauen Himmel treiben. Ein Baum ist wie ein großer Bruder in Gottes weitem Garten."
Wenn wir heute einen Baum pflanzen, werden wir auch daran erinnert, wie die Hitze des Sommers den Wäldern zugesetzt hat und wie die Erde unter einem sich wandelnden Klima leidet. Dieser Baum wird
hoffentlich reichlich Äpfel tragen. Aber er wird auch noch etwas anderes tun. Wo immer Bäume wachsen, sind sie so freundlich und absorbieren Kohlenstoff und sind damit Freunde und Helfer im Kampf
gegen die Erderwärmung.
Wir sollten es unseren Brüdern den Bäumen gleichtun und das Klima schonen, zum Beispiel indem wir mit unseren Autos so wenig Kraftstoff verbrennen wie möglich und dort, wo es geht, lieber mit dem
Fahrrad fahren.
Und dann sangen wir alle gemeinsam:
Ward ein Bäumlein mir geschenket. Habs` gepflanzt und habs` getränket. Vöglein kommt und gebet Acht. Seht, ich hab es gut gemacht
Reinhart Kraft
Fahrradtour der Ökum. Umweltgruppe durch die Uckermark
Vom 06. – 10.09.2025 waren die Fahrradbegeisterten der ÖUL und ihre Familienmitglieder wieder auf Reisen, diesmal im Gebiet Grumsiner Forst / Grimnitzsee / Wolletzsee.
Bei Angermünde hatten wir eine sehr empfehlenswerte Unterkunft (Hotel zur Mühle) im Ort Schmargendorf. Den Nachmittagskaffee haben wir nach einer kleinen Fahrradtour im Hofcafé des Milchbetriebs „Hemme Milch“ eingenommen. Da es im Hotel kein Restaurant gab, genossen wir zum Abend das mitgebrachte Essen auf der Terrasse, das sogar noch für ein 2. Abendessen reichte.
Am Sonntag erlebten wir eine außergewöhnliche Führung durch die Kernzone des Buchenwalds „Grumsiner Forst“(s. Fotos 1-3), der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Unser Naturführer Roland Scholz nahm uns auf einer vierstündigen Wanderung mit in ein beeindruckendes Waldgebiet aus ca. 120 - 150 Jahre alten Buchen und vermittelte uns die vielfältigen, im wahrsten Sinne des Wortes „Beziehungsgeflechte“, die die Bäume untereinander eingehen. Wir erhielten ganz neue Einblicke in das Leben im Wald, wenn sich die Natur ungestört entwickeln darf. Auch abends erlebten wir noch ein Naturschauspiel: Es gab eine totale Mondfinsternis, die wir auf der Wiese vor dem Hotel als sogenannten Blutmond bestaunen konnten!
Am nächsten Tag unternahmen wir eine Radtour um den Grimnitzsee. Unterwegs machten wir im Geopark bei Groß Ziethen einen Zwischenstopp. (s. Foto 4) Bei Joachimsthal besichtigten wir den alten Kaiserbahnhof. (s. Foto 5) Er wurde 1898 als Station der neu geschaffenen Bahnstrecke Britz-Fürstenberg eröffnet und ist einer der vom letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. genutzten Bahnhöfe Deutschlands. Heute ist er ein schön restauriertes Gebäudeensemble, in dem auch Veranstaltungen stattfinden. Bei Joachimsthal fanden wir auch eine Möglichkeit, uns zu stärken und in den See zu springen. Auf dem Rückweg über Angermünde gab’s dort in einem Gartenrestaurant bei sonnigem Wetter ein Abendessen unter freiem Himmel.