Impulsgottesdienst am 7.11.

Klimawandel – Was geht uns das an?

Bericht vom Impulsgottesdienst

Anfang November versammelten sich im schottischen Glasgow die Regierungsvertreter von fast 200 Ländern dieser Erde zur 26. UN-Klimakonferenz. Das war für die Ökumenische Umweltgruppe ein Anlass, zusammen mit den Mitgliedern des Vorbereitungskreises für die IMPULS-Gottesdienste und Pfarrer Veit Hoffmann einen IMPULS-Gottesdienst zur Thematik „Klimawandel - Was geht uns das an?“ zu gestalten.
In einer – bei entsprechend niedrigen Temperaturen  - gut durchlüfteten Zeltkirche trafen wir uns am Abend des 7. November 2021 mit der Gemeinde, um gemeinsam über die Folgen des globalen Klimawandels nachzu-denken und - nicht zuletzt - Gottes Segen für das Gelingen dieser Konferenz zu erbitten.
Mit den Eröffnungsworten stellten wir fest, dass unsere Haltung in der Klimafrage zentral mit unserem Glauben zu tun hat. Wir bekräftigten, dass die Natur trotz aller Gefährdungen und Konflikte gut ist und dass sie Gottes Gabe an alle Menschen ist, die es gerecht zu teilen und verantwortlich zu bewirtschaften gilt.
Im darauf folgenden, kurzen Anspiel wurde am Beispiel des Weltraumtourismus auf die menschliche Hybris hingewiesen.
In der Predigt wurde deutlich, dass wir nicht danach fragen sollten, wo Gott in der Klimakrise ist, sondern wo der verantwortliche Mensch ist!
Wie in den IMPULS-Gottesdiensten üblich, wurden die Gottes-dienstbesucher ermuntert, eigene Gedanken zu einem umwelt- und klimabewußteren Verhalten im Privatleben und in der Gemeinde aufzuschreiben.
Die Resonanz auf die an der Zeltwand angehefteten Vorschläge und Ideen nach dem Gottesdienst war sowohl zustimmend als auch ein wenig kontrovers. Weitere Anregungen boten die sich entwickelnden Gespräche auch durch die acht großformatigen Karikaturen, die – von uns auf Schautafeln im Zeltinnenraum verteilt – hintergründig-satirische Skizzen zur Klimasituation wiedergaben.
Rund eine Viertelstunde nach neunzehn Uhr ging so ein nachdenklich machender und doch ermutigender IMPULS-Gottesdienst zu Ende. Wir sind froh, dass wir hierzu den thematischen Anstoß geben konnten und als „aktive Gäste“ die Veranstaltung mitgestalten durften.

Hilmar Conrad

Lokales Radwegenetz

Ausbau des  Radwegenetzes in Lichtenrade

Unsere AG Radwegenetz hat zur Zeit folgende Schwerpunkte:

1.) Wir bemühen uns darum, ein Radwegenetz zu den wichtigsten Knotenpunkten in Lichtenrade (Haltestellen, Einkauf, Schule, Ärzte) zu schaffen. Dazu müssten einige Nebenstraßen mit Kopfstein-pflaster, allen voran die Prinzes-sinnenstraße, fahrradtauglich ge- macht werden. Dies kann nach Auskunft des Straßen- und Grünflächenamtes am umwelt-freundlichsten dadurch geschehen, dass die Steine abgeschliffen oder geschnitten werden, wie es z.B. beim Marienpark in Mariendorf besichtigt werden kann (Eingang Lankwitzer Str. 48).

2.) Wir drängen auf eine Lösung für die für Radfahrer gefährliche Strecke auf dem Lichtenrader Damm zwischen Goethestraße und Grimmstraße südwärts.

3.)Wir untersuchen den zukünftigen Bedarf an Fahrradabstellplätzen am

S-Bahnhof Schichauweg und dem neuen S-Bahnhof Lichtenrade.

4.) Wir setzen uns dafür ein, dass die Bahn das Dach des neuen Bahnhofs Lichtenrade mit Photovoltaik ausrüstet, um mit diesem umweltfreundlich erzeugten Strom Elektroautos und Pedelecs zu versorgen.

5.) Mit anderen Gleichgesinnten verfolgen wir den naheliegenden Gedanken, entlang der Trasse der Dresdner Bahn neben den Lärmschutzwänden einen Nord-Süd Radweg anzulegen.

 

Weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Wer unsere Gruppe kennenlernen oder mitmachen möchte, melde sich bei: 

Nachstehend finden Sie unseren Brief vom 26.3.21 an die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, worin wir diese bitten, den Antrag der BVV Tempelhof für eine Machbarkeits-studie hinsichtlich einer "Radschnell-verbindung zwischen Lichtenrade und Priesterweg" zu unterstützen.

Radschnellweg, Brief an Sen.Verk.pdf
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Eröffnungsfest Alte Mälzerei

Ein Fest zur Eröffnung der Alten Mälzerei am 28.8.21
Ein Dankesfest, so wurde es von Seiten des Investors der UTB angekündigt. Dank an all die Gruppen bürgerschaftlichen Engagements, die dazu beitrugen,  dass die Alte Mälzerei  zum neuen   kulturellen Zentrum in Lichtenrade geworden ist.
Wie wird solch ein Fest funktionieren in unsicheren Zeiten der Pandemie, war die bange Frage all derer, die gemeinsam binnen gut 2 Monaten geplant, vorbereitet und gestaltet haben: die UTB, der Kulturverein, das Unternehmernetzwerk, der Verein „Flanierrevier Lichtenrade“, die Ökumenische Umweltgruppe, der Wohntisch und viele andere Lichtenrader Gruppen.
Es hat wunderbar funktioniert - sogar das Wetter hat mitgespielt: kein Wind und bis auf einen späten Regenguss schien die Sonne auf die große Bühne, von der viele gute Worte zu hören waren darüber, was möglich ist, wenn Menschen sich für ihr Umfeld einsetzen. Und wenn zur richtigen Zeit der richtige Mensch mit dem nötigen Geld, seinen Ideen und seiner Erfahrung kommt und als Erstes danach fragt, was es denn braucht in diesem Stadtteil. Und wenn auch die kommunalen Politikerinnen und Politiker dieses Projekt gutheißen und unterstützen.
An allen Ständen, an denen ich mich ein wenig aufhielt, war eine gehobene Stimmung zu spüren: ob beim Wohntisch mit den Spielen für Jung und Alt und dem Verein „Gemeinsam Wohnen“ mit seiner geplanten WG für Menschen mit und ohne besonderen Betreuungsbedarf, ob beim Kaffeestand mit den fair gehandelten Produkten oder  der Radwege-Initiative der Ökumenischen Umweltgruppe, ob bei der „Schwimmerei“ und der zukünftigen Kita oder an der festlich gedeckten Tafel vom LebensMittelPunkt an der Seite der nimmermüden Lebensmittel-retter von Foodsharing – überall gab es angeregte Gespräche. Und so viele Stände, dass meine Zeit einfach nicht gereicht hat, um alle zu besuchen.
Es erfolgte der symbolische Spatenstich für  das Areal des „Lichtenrader Reviers“ und seine  4 geplanten Wohnhäuser. Bis dann im Sommer 2024 nicht nur die Wohnungen der 4 Wohnhäuser bezogen sein werden, sondern auch Kita und Schwimmbad ihren Betrieb aufnehmen, eine kleine Sauna, der LebensMittelPunkt, ein Repaircafe, der Multifunktionsraum, ein Biomarkt  und vieles mehr, wird es sicher weitere Anlässe zur Begegnung und zum Feiern geben in diesem neu entstehenden feinen urbanen Quartier.


Margrit Schmidt

Rede Reinhart Kraft 28.8.21.pdf
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Fotos oben

1. Vorstellung von Lichtenrader Initiativen (Foto:

    Anne Adamaschek)

2. Die Flying Steps (Foto: Ingolf Grams)

3. Investor Thomas Bestgen (Foto: I.Grams)

4. Spatenstich (Foto: I.Grams)

5. LebensMittelPunkt (Foto: Leon W. Schönau)

6. Foodsharing (Foto: L. W. Schönau)

7. Angelika Schöttler, Klaus Lederer, Thomas

   Bestgen (Foto: I.Grams)

8. Fair Trade-Stand  (Foto:A. Adamaschek)

9. AG Radwegenetz für Lichtenrade;  Ökum. Umweltgruppe (Foto: H. Herzau)

40 Jahre Volksparkverein

Nachwort zur Berichterstattung über den Volkspark im Lichten-rader Magazin 7/2021

Glückwunsch zu 40 Jahren Volks-parkverein. Der Volkspark Lichten-rade ist zu einem Vorzeigestück zivilgesellschaftlichen Engagements geworden. Niemand hätte am Anfang darauf gewettet, dass der Trägerverein solange durchhält und die Pflege dieses Naherholungs-gebietes solange in Bürgerhand bleiben würde. Der Verein hat gezeigt, wozu Bürgergruppen in der Lage sind.
    Ich würde mir allerdings wünschen, dass in der Bericht-erstattung auch der Anfang der Geschichte erwähnt wird. Wie kam denn die Bürgerinitiative zu dem Grundstück? Eigentümerin des Geländes war damals die Ev. Kirchengemeinde Lichtenrade. Der Volkspark wurde möglich durch die Entscheidung der Evangelischen Kirchengemeinde, auf einen ur-sprünglich vorgesehenen dritten Bauabschnitt zu verzichten zu-gunsten eines Naherholungs-gebietes. Das war damals eine hochumstrittene und wirtschaftlich riskante Entscheidung. Vor mehr als vierzig Jahren, am 20.01.1980, beschloss der Gemeindekirchenrat, von der im Flächennutzungsplan vorgesehene Babauung mit ca 300 weiteren Wohnung Abstand zu nehmen, um das gesamte verbliebene Freigelände für Freizeit, Sport und Naherholung zu erhalten. Der Gemeindekirchenrat  erklärte dazu: "Es ist unsere Aufgabe angesichts einer zunehmenden Ausbeutung der Natur und einer immer stärker werdenden Belastung der Umwelt, unsere Dankbarkeit für die Schöpfung in verantwortliches Handeln umzusetzen.“
    Von nun an nahm es die Gemeinde hin, dass das Gelände von Nachbarn aus der Neubau-siedlung  mit Bäumen bepflanzt wurde, obwohl hierdurch faktisch der Wertverlust des 5,6 Hektar großen Grundstücks von Bauland in Grünland eingeleitet wurde. Es kam dann am Ende nach einem jahrelangen Gezerre um den Grundstückswert  eher unverhofft zu einem akzeptablen Erwerb des Volksparkgeländes durch das Land Berlin.  Ein Erfolg hat meistens mehrere Mütter und Väter.


Reinhart Kraft,   Pfarrer i.R.