Kundgebung und Demo

 

Demonstration  "Wir haben es satt"  am 19. Januar 2019

Das Team der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade nimmt am 19. Januar 2019 an der Demonstration "Wir haben es satt" teil.
Es geht um die Ausrichtung unserer Landwirtschaft. Wir erleben zur Zeit, wie ein Bauernhof nach dem anderen aufgibt, weil die Politik die industriell betriebenen Großbetriebe fördert. Das geht auf Kosten des Tierwohls. Den Rindern, Schweinen und Hühnern wird bei dieser Fleischproduktion unnötiges Leid zugefügt. Es geht auf Kosten der Bodenqualität und der Artenvielfalt, der Bienen und anderer Insekten. Es geht auch auf Kosten unserer Trinkwasserqualität. Das Übermaß an Gülle, ein Nebenprodukt der Massentierhaltung, vergiftet Böden und Gewässer derart, dass die Kläranlagen kaum hinterher-kommen. Dies geht auch auf Kosten der Arbeitsplätze in einer bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft.

Den Aufruf zur Demo und nähere Informationen finden Sie im Internet beim Trägerkreis
https://www.wir-haben-es-satt.de/

 

Kommen Sie am 19. Januar mit uns!

Die Kundgebung mit der anschließenden Demonstration beginnt um 12:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor. Wir treffen uns um 11:30 Uhr auf dem S‑Bahnhof Lichtenrade und freuen uns auf Sie.

 

Reinhart Kraft

 

für das Team der Ökumenischen Umweltgruppe

 

Gedanken z. Jahresausklang

 

Da hilft nur eins

von Reinhart Kraft

 

Mit dem Umweltschutz ist es wie mit einem Schiff, das auf ein gefährliches Riff zufährt, aber niemand ist da, der das Steuer umdreht. Die Besatzung sitzt an der Bar und feiert. So ist es auch bei uns im politischen Alltag. Klima-schutz steht auf der politischen Tagesordnung unter „Verschie-denes“. Die Bundesrepublik wird die Klimaziele, zu denen sie sich selbst im Pariser Vertrag verpflichtet hatte, nicht einhalten. Die Konzentration der klimaschädlichen Gase in der Atmosphäre steigt an und ist so hoch wie nie zuvor. Es ist, als habe man sich stillschweigend darauf geeinigt, die Augen vor den Folgen zu verschließen: Teile der Erde werden gänzlich unbewohnbar sein. Überschwemmungen, Stürme und Dürren werden zunehmen, nicht nur in den Ländern des Südens. Die Verteilungskämpfe um Wasser, Böden, Nahrungsmittel nehmen zu und damit auch die Ströme von Menschen, die nach einer neuen Bleibe suchen.

Da hilft nur eins: Bürgergruppen müssen den Politikern Beine machen. Sie müssen die wahre Bedeutung der Klimafrage auf die Straße tragen. Aber wer geht hin, wenn für eine andere Energiepolitik demonstriert wird? 16.000 waren es zuletzt in Berlin. Das ist jämmerlich. Lieber Leser, wo warst Du ?

Es gibt den zynischen Witz über den Mann, der vom Balkon eines Hochhauses fällt und kurz vor dem Aufprall feststellt: „Bisher ist nichts passiert“. Mit der Gabe der Verdrängung, also der Leugnung von Realitäten, sind wir alle reichlich ausgestattet. Aber wir sind auch ausgestattet mit der Fähigkeit zur Umkehr. Die Politik wird nur umsteuern, wenn auch der Einzelne bereit ist, aus falschen Wegen umzukehren: weniger Fleisch, weniger Auto, weniger Flug, weniger Konsum, weniger Plastik. Und mehr Spiel und Bewegung, mehr miteinander, mehr Muße, mehr Genuss, mehr Zärtlichkeit, mehr Würde im neuen Jahr.

 

 

Klimapilgerweg

 

           Die Klimapilger

    machten Station in Lichtenrade

 

Seit dem 9. September lief eine Kerngruppe, der sich täglich andere Menschen anschlossen, von Bonn in Richtung Katowice (Polen), wo die diesjährige Klimakonferenz vom 3.- 14. Dezember stattfand. Ab Anfang November waren sie in Branden-burg unterwegs, um über Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam am 23. November  in Berlin in der kath. Gemeinde zu den Heiligen 12 Aposteln in Nikolassee anzu-kommen.

Die Ökumenische Umweltgruppe lud die Pilger nach Lichtenrade ein und plante das Programm sowie den Pilgerweg für Samstag, 24. und Sonntag, 25. November von Lichtenrade nach Kreuzberg zur ev. Melanchthon Gemeinde.  Am Sonn-tag begleitete uns dabei auch die ehem. Bundesministerin für Umwelt und Bauen, Dr. Barbara Hendricks, als Schirmherrin des Klimapilger-wegs.

 

 

siehe Filmbericht in Mediathek:

In der Mediathek finden Sie einen

Filmbericht von der Andacht mit den Klimapilgern in der Alten Mälzerei in Lichtenrade  am Sonntagmorgen, 25. November und dem anschließenden Laufweg zum Flughafen Tempelhof.

Das Video wurde uns freund-licherweise von Herrn Ralf Kuhl zur Verfügung gestellt. 

 

 

"Rise for climate"

Ökumenische Umweltgruppe auf dem Fest der Kirchen am 8.9. auf dem Alexanderplatz

von Margrit Schmidt

Inmitten von vielen engagierten Gruppen stieß unser Stand mit den Themen unserer Umweltgruppe auf reges Interesse: nicht nur unsere jüngsten Recherchen, Ergebnisse und Anregungen zum Thema „Vermeidung von Plastikmüll“, sondern auch die vielen Aspekte einer klimaschützenden Lebens-weise fanden Beachtung.

So war es folgerichtig, dass wir anlässlich des weltweiten Aktions-tages "Rise for Climate" (www.riseforclimate.org) zusammen mit anderen Menschen aus der Klimaschutzbewegung einen Beitrag auf die Bühne gebracht haben: Unter dem Motto „Hände weg vom Erbe unserer Kinder“ stellten wir die Forderung, in die Zukunft statt in Klimachaos zu investieren. Sowohl das Land Berlin als auch unsere Landeskirche haben bereits versprochen, ihre Finanzen aus Geschäften mit Kohle, Öl und Gas herauszuziehen. Dieses Divestment könnte auch im Privaten um sich greifen, indem jeder sein überschüssiges Geld nach ethischen Kriterien anlegt. Ein junger Bot-schafter aus der „Fossil-Free“- Bewegung überbrachte unsere Solidaritätsbekundung an die Aktivisten vor dem Bundeskanzler-amt, die sich dort unter dem Eindruck der verheerenden Trocken-heit dieses Sommers unter dem Motto „Unsere Erde brennt – handelt endlich!“ versammelt hatten. Folgerichtig ist es für einige von uns auch, sich für den Ausstieg aus der Kohleverbrennung zu engagieren.

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