Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ist ein Kreis von Menschen, der sich aktiv einsetzt für den Umweltschutz und eine nachhaltige Lebensweise. Die Gruppe ist 2007 innerhalb der evangelischen und der katholischen Gemeinde unter dem Eindruck des Klimawandels entstanden. Von Anfang an gehören aber auch Menschen ohne kirchliche Bindung zu uns. Wir versuchen, konkrete Schritte nachhaltigen Lebens im persönlichen und politischen Bereich auf den Weg zu bringen. Dazu treffen wir uns jeden dritten Dienstag des Monats von 19:00 bis 21:00 Uhr im evang. Gemeindehaus Goltzstr. 33 in Lichtenrade, in Zeiten der  Pandemie nur per Videokonferenz.

 

Wenn Sie Lust haben, unsere Arbeit kennenzulernen und an einer unserer Arbeitsgruppen teilzunehmen, sind Sie herzlich eingeladen. 

Melden Sie sich bitte vorher an unter der  Mailadresse: kontakt(at)oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de

 

2020/21 sind unsere Projekte:

  • AG LebensMittelPunkt Lira, um die Ernährungswende voranzubringen
  • AG Radwegenetzausbau in Lichtenrade
  • Solar-AG, für den Ausbau von Solaranlagen in Lichtenrade

Wir finanzieren unsere Aktivitäten durch eine am persönlichen "Umweltverbrauch" (ökologischer Fußabdruck) orientierte Klimasteuer und über Spenden.

Über einen Newsletter informieren wir alle Interessierten über geplante Aktionen und Veranstaltungen. 

 

AKTUELLES


 

Altes Landhaus:

Neuer LebensMittelPunkt für Lichtenrade?

Es tut sich etwas im Landhaus Lichtenrade. Nachdem das einstige Gasthaus über 20 Jahre lang leer stand, hat die UTB Projektmanage-ment GmbH (UTB) das Grundstück am Bahnhof samt Landhaus im Jahr 2017 erworben. Es soll zusammen mit der Alten Mälzerei und dem umliegenden Gelände zum „Lichtenrader Revier“, dem neuen Zentrum für Kultur, Sport, Wohnen und Begegnung in Lichtenrade, entwickelt werden.

Landhaus samt Gaststube und Biergarten sollen restauriert und hier wieder „wie in alten Zeiten gefeiert und getanzt werden“, schreibt die UTB auf der Internetseite des Bauprojektes. Bis dahin werden sich die Lichtenrader*innen aber noch etwas gedulden müssen. Nicht nur der Anbau neuer Räumlichkeiten, auch die Bauarbeiten der Dresdner Bahn werden sich noch eine Weile hinziehen. Vor 2024/25 ist nicht mit einer Eröffnung zu rechnen. Bis dahin also weiter Leerstand?

Die UTB möchte das Landhaus schneller wieder mit Leben füllen und hat die Idee einer Interimsnutzung ins Spiel gebracht. Engagierte Bürger*innen der Initiative „LebensMittelPunkt Lichtenrade“ haben daraufhin ein erstes Konzept für die Zwischennutzung des Landhauses erarbeitet. Bis zur Eröffnung der Gaststube soll es als nachbarschaftlicher Treffpunkt für gemeinsames Kochen, Essen und Ernährungsbildung genutzt werden. Dabei liegt der Fokus auf einer nachhaltigen, ökologischen Verwendung von Lebensmitteln. Das Haus soll zum Umschlagplatz für „gerettete“ oder biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region werden.

„Wir möchten dazu beitragen, dass Lebensmittel wieder mehr geschätzt werden“, sagt Margrit Schmidt von der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade, eine der Mitgründer*innen der Initiative. „Das Landhaus wird zu einem Ort, an dem wir gutes Essen genießen und Kenntnisse über den Zusammenhang unserer Ernährung mit einer naturverträglichen und gerechten Landwirtschaft vermitteln.“

 

 

 

Foto Landhaus Lichtenrade (oben): Anne Grunwald

Gruppenfoto vor dem Landhaus (rechts): Zoe Elina Bohsung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Mehrere Gruppen sind bereits an dem Konzept beteiligt: Dazu gehören neben der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade auch der Wohntisch Lichtenrade und die Lebensmittelretter*innen von foodsharing. Auch etliche Mitglieder der Ortsgruppe von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in Lichtenrade unterstützen das Vorhaben aktiv.

„Das Landhaus wird wieder zur nachbarschaftlichen Begegnungsstätte für die Menschen in Lichtenrade“, sagt Tanja Prinz, Direktkandidatin der GRÜNEN in Lichtenrade für das Berliner Abgeordnetenhaus. „Gleichzeitig bringen wir die Ernährungswende voran und fördern einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.“

Bis dahin liegt aber noch ein gutes Stück Arbeit vor den Initiator*innen von „LebensMittelPunkt Lichtenrade“. Die UTB befürwortet die Idee des LebensMittelPunktes, aber die Details der Umsetzung müssen noch erarbeitet werden. Erst wenn ein abgestimmtes Konzept steht, können Bauanträge und notwendige Umbauten in Angriff genommen werden. Und natürlich müssen die geplanten Veranstaltungen organisiert werden, seien es Kochkurse, Vorträge oder Lebensmittelmärkte. Dafür braucht es vor allem eines: Freiwillige, die das Projekt unterstützen.

 

Wollen auch Sie mitmachen? Dann schreiben Sie an:

LMP.Lichtenrade@gmail.com

 

Für weitere Informationen: 

Oekumenische-Umweltgruppe-Lichtenrade

LebensMittelPunkte - Ernährungsrat Berlin

foodsharing/Rette mit!


Anne Grunwald