Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ist ein Kreis von Menschen, der sich aktiv einsetzt für den Umweltschutz und eine nachhaltige Lebensweise. Die Gruppe ist 2007 innerhalb der evangelischen und der katholischen Gemeinde unter dem Eindruck des Klimawandels entstanden. Von Anfang an gehören aber auch Menschen ohne kirchliche Bindung zu uns. Wir versuchen, konkrete Schritte nachhaltigen Lebens im persönlichen und politischen Bereich auf den Weg zu bringen. Dazu treffen wir uns jeden dritten Dienstag des Monats von 19:00 bis 21:00 Uhr im evang. Gemeindehaus Goltzstr. 33 in Lichtenrade, in Zeiten der  Pandemie nur per Videokonferenz.

 

Wenn Sie Lust haben, unsere Arbeit kennenzulernen und an einer unserer Arbeitsgruppen teilzunehmen, sind Sie herzlich eingeladen. 

Melden Sie sich bitte vorher an unter der  Mailadresse: kontakt(at)oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de

 

2020/21 sind unsere Projekte:

  • AG LebensMittelPunkt Lira, um die Ernährungswende voranzubringen
  • AG Radwegenetzausbau in Lichtenrade
  • Solar-AG, für den Ausbau von Solaranlagen in Lichtenrade

Wir finanzieren unsere Aktivitäten durch eine am persönlichen "Umweltverbrauch" (ökologischer Fußabdruck) orientierte Klimasteuer und über Spenden.

Über einen Newsletter informieren wir alle Interessierten über geplante Aktionen und Veranstaltungen. 

 

Impulse

Lichtenrade


Soja, Aluminium und Palmöl 

Vom Sinn und Unsinn des Klimafastens*

Die Tropischen Regenwälder des Amazonasbeckens - man nennt sie die Lunge der Welt. Wie kein anderes Gebiet der Erde absorbieren diese Wälder CO2 und sind somit ein Segen für unser Klima. Wie kein anderes Gebiet der Welt bewahrt dieser Wald eine Fülle von Pflanzen- und Tierarten, die anderswo vom Aussterben bedroht sind. Diese Artenvielfalt gilt als Schatz und Grundlage einer intakten Natur und als ein Reservoir bisher unentdeckter Medikamente. Es wäre dringend erforderlich, diesen Regenwald unter Schutz zu stellen. Um so erschreckender sind die Nachrichten, dass die Rodung dieser Wälder trotz aller Warnungen der Wissenschaft und der Vereinten Nationen fortschreitet. Es gelingt offenbar nicht, diesen Raubbau zu stoppen, solange sich mit Soja, Palmöl oder Bauxit Gewinne machen lassen.

Macht es nun Sinn, als Verbraucher Soja und Palmöl und Aluminium zu boykottieren? Mit Soja werden bei uns die Schweine gefüttert, Palmöl steckt in zahlreichen Kosmetikprodukten und wir wickeln Lebensmittel damit ein. Wenn du und ich nun weniger Fleisch essen, Seife aus Palmöl meiden und ohne Alufolie auskommen -  hätte das auch nur die geringste Wirkung auf das Marktgeschehen? Wohl kaum. Aber es hätte eine Wirkung auf mich. Ich bin ein Teil der Naturzerstörung und eine Wende ist nur zu erwarten, wenn Menschen beginnen, bis ins Detail darüber nachzudenken, was sie tun und lassen wollen. Das ist der Sinn beim Klimafasten. Und es wäre zugleich ein Handschlag, eine Grußbotschaft an die einheimischen Menschen und Gruppen, die vor Ort in Guatemala, Brasilien und Peru gegen den Raubbau kämpfen. Und wenn daraus hier und dort eine Bewegung wird, dann hat es auch Folgen für den Markt und für die Regenwälder.

Reinhart Kraft

 

* Klimafasten: So viel du brauchst ist eine kirchliche Initiative  für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit, jedes Jahr zur Fastenzeit. (Red.)