2022: 15 Jahre Ökumenische Umweltgruppe                  

Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ist ein Kreis von Menschen, der sich aktiv einsetzt für den Umweltschutz und eine nachhaltige Lebensweise. Die Gruppe ist 2007 innerhalb der evangelischen und der katholischen Gemeinde unter dem Eindruck des Klimawandels entstanden. Von Anfang an gehören aber auch Menschen ohne kirchliche Bindung zu uns. Wir versuchen, konkrete Schritte nachhaltigen Lebens im persönlichen und politischen Bereich auf den Weg zu bringen. Dazu treffen wir uns jeden dritten Dienstag des Monats von 19:00 bis 21:00 Uhr im evang. Gemeindehaus Goltzstr. 33 in Lichtenrade.

 

Wenn Sie Lust haben, unsere Arbeit kennenzulernen, sind Sie herzlich eingeladen. 

Melden Sie sich bitte vorher an unter der  Mailadresse: kontakt(at)oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de

 

2021/22 sind unsere Projekte:

  • AG Radwegenetzausbau in Lichtenrade
  • Beteiligung am Aktionsbündnis LebensMittelPunkt, um die Ernährungswende voranzubringen

Wir finanzieren unsere Aktivitäten durch eine am persönlichen "Umweltverbrauch" (ökologischer Fußabdruck) orientierte Klimasteuer und über Spenden.

Über einen Newsletter informieren wir alle Interessierten über geplante Aktionen und Veranstaltungen. 

 

Einladung zur Filmvorführung

             im Allmenderaum der Alten Mälzerei/Steinstraße

                               am Sonntag, 16. Oktober 22 um 17 Uhr

 

am Sonntag, 16. Oktober 2022, zeigt die Lichtenrader Initiativgruppe für einen LebensMittelPunkt zusammen mit der Ökumenischen Umweltgruppe den Film  „Anders Essen – Das Experiment“ zu dem wir Sie herzlich einladen möchten. 

  

Drei österreichische Familien möchten dem Klimawandel etwas entgegensetzen und ihren CO2-Ausstoß durch Umstellung auf eine umweltschonende Ernährung verringern. Bei ihrem Experiment bepflanzen sie einen Acker und zwar nur mit der Menge an Pflanzen, die ein Mensch durchschnittlich braucht. Ein Film, der zeigt, wie wir es besser machen könnten mit unserer Ernährung  und Landwirtschaft.  (Länge des Films: 1 Std 30 Min)                                              

Nach dem Film ist Gelegenheit zum Gesprächsaustausch bei einem Glas Wasser oder Wein.

Der Eintritt ist frei. Bitte bringen Sie eine FFP2-Maske mit.

 

Margrit Schmidt

 

Bericht  von unserer diesjährigen Fahrradtour nach Neustrelitz und in den Müritz- Nationalpark vom 19.8.2022 - 23.8.2022

Nachdem unsere Planungs-experten Radkarten, Zug-fahrpläne und Ausflugstipps ausführlich studiert und daraus drei Ganztages- und zwei Halbtagestouren entwickelt hatten, starteten 9 Radbegeisterte mit dem RE 5 nach Neustrelitz. Anders als sonst hatten wir dieses Jahr ein festes Domizil, von wo wir unsere Unternehmungen starteten. Da uns klar war, dass (noch zur Ferienzeit) die Züge Richtung Ostsee sehr voll sein würden, verteilten wir uns auf verschiedene Züge und erreichten nach und nach Neustrelitz. Bei regnerischem Wetter und nach einer Mittagspause am Glambecker See setzten wir den Weg gestärkt zu unserer Unterkunft fort und besichtigten die Stadt erst einmal beim Durchradeln.

Die Gebäude der Alten Kachelofenfabrik sind inzwischen zu einem interessanten Kultur- und Tagungszentrum mit Gastronomie, Unterkünften verschiedener Standards, Kino, Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen umgebaut worden. Wer mehr wissen möchte: https://basiskulturfabrik.de

Wir richteten uns im Gästehaus in unseren einfachen Appartements ein und genossen am Abend ein leckeres Abendessen im Freien unter alten und stimmungsvoll beleuchteten Bäumen. Einige besuchten dann noch eine Kinovorstellung im Haus. Am nächsten Tag brachen wir zu einer ca. 36 km langen Rundtour Richtung Wesenberg auf. Das Wetter war eher trübe und es war sogar Regen angesagt! Wir hatten deshalb mit Regenkleidung vorgesorgt, was uns sicher davor bewahrt hat, dass es tatsächlich regnete! Vorbei am Slawendorf, dem Zierker See, über Userin und Zwenzow fuhren wir auf gut ausgebauten Radwegen durch viel Wald und fast immer mit Blick auf das Ufer des Labussees. Es ging gemächlich voran, da einige ein E-Bike besaßen, andere aber ausschließlich mit eigener Kraft unterwegs waren. In Wesenberg führte unser erster Weg zur Burganlage aus dem 13. Jh. mit einem sog. Fangelturm (Turm, in dem Gefangene eingesperrt wurden). Die Überreste dieses Turms, der heutzutage eine Aussichtsplattform hat,  haben wir erklommen und von dort die Aussicht über die Stadt und den Woblitz-See genossen.


 

Auch ein Flohmarkt wurde von oben entdeckt und anschließend besucht. Ein Stand mit frisch gezapftem Fassbier einer hier ansässigen Brauerei erregte unsere Aufmerksamkeit. Die Brauerei möchte expandieren. Dazu bildete eine bunte Gruppe von Menschen eine Genossenschaft und kaufte das danebengelegene Anwesen, die Brennerei Wesenberg, von einem Investor. Man möchte den Ort wieder beleben, zu einem Ort für Leben, Wohnen und Arbeiten. Irgendwie erinnerte uns das, wenn auch eine Nummer kleiner, an die Geschichte unserer Alten Mälzerei in Lichtenrade.
 Auf einer nahegelegenen Halbinsel fanden wir ein Café und stärkten uns dort mit selbstgebackenem Kuchen und Blick aufs Wasser, bevor wir auf dem Havel-Radweg auf kurvenreicher Strecke wieder den Heimweg antraten.
 Abends fanden sich alle wieder im Gartenrestaurant der Alten Kachelofenfabrik zusammen.
Am dritten Tag wurde das Frühstück früher eingenommen, denn wir hatten eine Verabredung mit Herrn Weber, einem Ranger im UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“ um das kleine Dorf Serrahn herum, das nur aus ein paar hübsch restaurierten Fachwerkhäusern besteht und mitten im Wald liegt. Dieser Teil des Müritz-Nationalparks liegt östlich von Neustrelitz, ist sehr dünn besiedelt und besteht fast nur aus Wald und Wasser. Wir erfuhren von Herrn Weber, ein hier aufgewachsenes Urgestein, sehr viel Wissenswertes über die Bedeutung der Moore und Feuchtgebiete sowie die Entstehung und Entwicklung dieses besonders „wilden“ Waldes mit riesigen Buchen,aber auch Kiefern, Eichen und anderen Baumarten, die seit einigen Jahrzehnten ohne Einfluss durch den Menschen wachsen und vergehen. Er führte uns auf einem kleinen Rundweg durch einen Teil des Waldes und auf Stegen über einen See, der inzwischen fast verlandet ist und eine Vielzahl an schützenswerten Pflanzen beherbergt. Durch seinen lebhaften und anschaulichen Vortrag gewannen wir eine Vorstellung von den Besonderheiten dieses Buchenwaldes. Eine kleine, liebevoll gestaltete und sehr lehrreiche Ausstellung mit Fotoschau vervollständigten den Besuch. Ganz versteckt entdeckten wir dann ein Café in einem blühenden Garten, das auch etwas Besonderes war, weil wir nämlich Kaffee und Kuchen nach eigenem „Geschmack“ bezahlen sollten! Wir setzten den Weg in weitem Bogen fort, diesmal auf dem Müritz-Radweg vorbei am Lutowsee, am Großen Fürstenseer See fanden unsere „Badeengel“ noch eine einladende Badestelle am Domjüchsee und wir kehrten nach 42 km in unsere Unterkunft zurück, wo uns schon zwei weitere Mitglieder der Gruppe erwarteten, die erst heute dazu stoßen konnten... (Zum vollständigen Text siehe Downioad unten)

Unsere Radtour 2022.pdf
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