Zum Jahresausklang 2020

Vergnügter Gegenwind

Wer hätte das vor einem Jahr gedacht, dass ein Virus unser Leben so auf den Kopf stellen könnte? Es tut weh, zuschauen zu müssen, wie erbarmungs-los dieser Erreger zuschlägt und eine Schneise von Leid, Angst und Ver-zweiflung anrichtet.

Wer hätte aber auch gedacht, wie schnell und wie entschlossen eine gut organisierte Gesellschaft sich erhebt und dagegen antritt. Ja, es tut gut zu erleben, dass „die da oben“ eben nicht in ihren Sesseln schnarchen, sondern auf dem Sprung sind, das Unheil abzuwenden. Es tut gut zu erleben, dass wir eine insgesamt intakte Verwaltung und eine nicht korrupte politische Führung haben. Und Hut ab vor denen, die jetzt bis zur Erschöpfung arbeiten, um Leben zu retten oder

erträglich zu halten: Ärzte, PflegerInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, Ordnungskräfte, Bus-fahrerInnen, Mütter und Väter und viele andere mehr. Wir leben von ihrem unerschrockenen Einsatz. Auch die, die nicht unmittelbar bedroht sind, leben ja von der Hingabe derer, die ihren Dienst für uns tun.

Damit sind wir plötzlich beim harten Kern der Weihnachtsgeschichte: Gott kam als Mensch zur Welt. Deshalb sind wir nicht verloren und bleiben vergnügt, in allem, was uns trifft.

In diesem Geiste wollen wir auch im neuen Jahr nicht aufhören, das Unsere zu tun, um die Schöpfung zu bewahren.

Die Ökumenische Umweltgruppe wünscht Zuversicht und Tatkraft für das neue Jahr.

 

Reinhart Kraft

 

 

 

 

 

 

Foto: I.Grams