Rise for Climate

 

Ökumenische Umweltgruppe  beim Fest der Kirchen am Alexanderplatz

 

von Margrit Schmidt

 

Inmitten von vielen engagierten Gruppen stieß unser Stand mit den Themen unserer Umweltgruppe auf reges Interesse: nicht nur unsere jüngsten Recherchen, Ergebnisse und Anregungen zum Thema „Vermeidung von Plastikmüll“, sondern auch die vielen Aspekte einer klimaschützenden Lebensweise fanden Beachtung.

So war es folgerichtig, dass wir anlässlich des weltweiten Aktionstages "Rise for Climate" (www.riseforclimate.org) zusammen mit anderen Menschen aus der Klimaschutzbewegung einen Beitrag auf die Bühne gebracht haben: Unter dem Motto „Hände weg vom Erbe unserer Kinder“ stellten wir die Forderung, in die Zukunft statt in Klimachaos zu investieren.

Sowohl das Land Berlin als auch unsere Landeskirche haben bereits versprochen, ihre Finanzen aus Geschäften mit Kohle, Öl und Gas herauszuziehen. Dieses Divestment könnte auch im Privaten um sich greifen, indem jeder sein überschüssiges Geld nach ethischen Kriterien anlegt.

Ein junger Botschafter aus der „Fossil-Free“- Bewegung überbrachte unsere Solidaritätsbekundung an die Aktivisten vor dem Bundeskanzleramt, die sich dort unter dem Eindruck der verheerenden Trockenheit dieses Sommers unter dem Motto „Unsere Erde brennt – handelt endlich!“ versammelt hatten.

Folgerichtig ist es für einige von uns auch, sich für den Ausstieg aus der Kohleverbrennung zu engagieren. Während in der Kohlekommission um den Zeitpunkt verhandelt wird, zeigen diejenigen, die an der Kohle festhalten wollen, im Hambacher Forst ihre Macht. Sie räumen die Baumhäuser derjenigen, die verhindern wollen, dass die Kohlebagger das letzte Stück dieses alten Waldes fressen - für eine nur kurze Zeit des Gewinns aus der Braunkohleverstromung.

Am Hambacher Forst wird sich zeigen, wie ernst es Deutschland mit den Klimaschutzzielen ist: Sie sind nur zu erreichen, wenn die Stromerzeugung aus Kohle bis 2020 halbiert wird!