Lebensmittel aus regionaler Landwirtschaft für Lichtenrade!


Ein gutes Essen soll auch gut sein für die Landwirte, für das Vieh und für den Acker. Das kann man von der vorherrschenden industriell organisierten, agrochemischen Landwirtschaft leider nicht sagen. Sie tut den Böden und den Gewässern nicht gut, zerstört die Artenvielfalt und befördert das Sterben kleinbäuerlicher Betriebe überall auf der Welt.

Wir denken, es geht auch anders und haben eine Arbeitsgruppe „Landwirtschaft und Lebensmittel“ gegründet. Inspiriert vom „Berliner Ernährungsrat“ möchten wir, dass auch in Lichtenrade ein „LebensMittelPunkt“ entsteht, in dem nicht nur ökologisch erzeugte, möglichst regionale Lebensmittel angeboten werden, sondern auch Informationen ausgetauscht werden: über Vielfalt und Genuss in einer Esskultur, die uns den Wert von Lebensmitteln schätzen lehrt und über unsere Möglichkeiten, nachhaltige Landwirtschaft zu stärken, sowohl durch unsere Essgewohnheiten, als auch durch politisches Handeln.

Die Alte Mälzerei mit den Küchen von Suppenküche und VHS, dem Kindermuseum unterm Dach und seinem Themenschwerpunkt Ernährung, sowie die neu entstehenden Wohnquartiere mit vielen jungen Familien lassen hoffen, dass die Zeit reif ist für solch einen Laden besonderer Art.

 

 

 

Dieser „Lebensmittelpunkt“, für den sich in Zukunft das Gelände rund um die Alte Mälzerei, das sog. Lichtenrader Revier geradezu anbietet, braucht nun eine Zwischenlösung. Mit einer Person, die neben Überzeugung und Leidenschaft auch kaufmännische Erfahrung hat, sind wir bereits im Gespräch.

Da der Senat mit der „Berliner Ernährungsstrategie“ das Ziel verfolgt, dass auch in den öffentlichen Kantinen, Küchen von Schulen und Kitas gesundes und bezahlbares Essen aus regionalen und nachhaltigen Quellen bereitet wird, stellt sich nun die Frage, wo hier unten im Süden von Lichtenrade die Bauern zu finden sind, die solch einen wachsenden Bedarf decken können? In einem Gespräch bei den Berliner Stadtgütern wollen wir ausloten, welche Spielräume es dafür auf den langfristig verpachteten Flächen noch gäbe.

Sobald die Pandemie es wieder zulässt, möchten wir gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen, bei gemeinsamem Kochen und Tafeln. Denn nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch Erkenntnis und Tatkraft!

 

Margrit Schmidt/Aug. 2020