Die Ökumenische Umweltgruppe, in Zusammenarbeit mit dem Ulrich-von Hutten-Gymnasium, lud am 10. Mai ein zur Info- und Dis-kussionsveranstaltung zur Europa-wahl.

 

Lust auf Europa?

Da sage doch keiner, die Menschen in Lichtenrade seien politisch unsensibel. Jedenfalls war das Interesse groß und die Aula der UVH gut gefüllt, als es um die Veranstaltung der Ökumenischen Umweltgruppe zur Europawahl ging. Und es hat sich auch niemand langweilen müssen. Nicht nur, weil der Chor der Schule dem Treffen den nötigen Schwung verlieh. Vielmehr hat auch das, was die beiden Frauen auf dem Podium zu sagen hatten, den Verstand und das Gemüt der Zuhörer erreicht. „Wir können uns die Lebensweise, an die wir uns gewöhnt haben, nicht weiter leisten. Wenn wir nicht umkehren zu einem nachhaltigen Wirtschaften, wird ein Großteil unserer Erde in Kürze nicht mehr bewohnbar sein“. Das war die nüchterne Bilanz der Politikwissenschaftlerin Frau Dr. Auer-Frege vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor. 

 

Und die Biologin und Umweltaktivistin Frau Saskia Richartz machte deutlich, was das für unsere Landwirtschaft bedeuten würde. „Wir sollten die Agrarsubventionen in der EU so einsetzen, dass die bäuerlichen Kleinbetriebe erhalten bleiben. Sie sind es, die den Boden bearbeiten und die Biodiversität bewahren.“

Der besondere Charme der Veranstaltung lag darin, dass auch junge Schülerinnen - sichtlich vom Thema berührt - sich an der Diskussion beteiligten. Am Ende haben Alte und Junge gemeinsam nach der Melodie der Europahymne „Freude schöner Götterfunken...“ diesen Text gesungen:

 

Stern an Stern steh'n wir zusammen

strahlend vor dem großen Blau.

Europäer tief im Herzen,

schöne Vielfalt, schaut genau.

Uns're Städte kannten Kriege,

Krisen haben wir durchlebt.

Nur mit Mut könn' wir verhindern,

dass die Erde wieder glüht.

 

Reinhart Kraft, Pf. i.R.

 

 

Fotos von Helmut Herzau und Ingolf Grams