Bericht über den Workshop am 5. Mai im evangelischen Gemeindehaus

Nach einem ersten Erfahrungsaustausch in Kleingruppen informierten uns unsere beiden Experten, Jenny Feierabend und Dr. Georg Wagener Lohse in Kurzreferaten über viele Aspekte des Themas Plastik.

Als wir vor Jahren den ersten Eimer aus Plastik nach Haus brachten, waren wir froh über die buchstäbliche Erleich-terung, die dieses Produkt mit sich brachte. Seitdem ist Kunststoff in alle Lebensbereiche vorgedrungen. Was früher aus Holz, Metall, Leder, Porzellan, Glas oder Wolle war, ist heute aus Kunststoff. Mit den Folgen hat niemand gerechnet. Wie werden wir das Zeug wieder los ? Es wird in unvorstellbaren Mengen hergestellt, aber.....es verrottet nicht, es löst sich nicht auf, es lässt sich nicht kompostieren. Es bleibt. Es schwimmt im Meer, es liegt am Strand, es gelangt als Feinstaub in die Böden und in die Nahrungskette. Die Geister, die man rief, man wird sie nicht mehr los. Alles und jedes wird heute unnötigerweise mit Kunststoff ummantelt.

Leider ist der gelbe Sack und die grüne Tonne keine wirkliche Lösung. Der Löwenanteil der Kunststoffabfälle wird verbrannt oder exportiert. Weniger als 20 % werden recycelt.

 

Was muss geschehen? Mit dieser Frage setzten sich anschließend unsere zahlreichen Besucher in großer Gesprächsrunde auseinander. Und sie waren sich einig: wo Plastik unnötig auftaucht, da sagen wir: „Nein Danke!“ Plastik, wo es als Abfall auftaucht, wollen wir aus unserem Leben verbannen. Das ist nicht immer bequem. Das Joghurt im Glas, die Milch in der Flasche. Gemüse und Obst in die mitgebrachte Tasche. Kartoffeln und Gemüse als lose Ware z.B. auf dem Markt. Man kann auch ohne Duschgel leben und sogar ohne „Coffee to go“. Die Wahl des langlebigen technischen Geräts, das sich auch reparieren lässt.

Je mehr Menschen das tun, um so eher wird Wirtschaft und Politik nach-steuern und Rahmenbedingungen setzen, dass wir die Erde nicht weiter ver - müllen, und sie Gottes Garten bleibt.

Reinhart Kraft

 

Am Samstag, 23. Juni um 11:00 treffen wir uns wieder im Gemeindehaus Goltzstr. zum Erfahrungaustausch, z.B. wo wir im Haushalt und an anderen Stellen auf Plastik verzichten können, womit wir es ersetzen können und...und...und

 

Auch Gäste, die nicht am Workshop teilnehmen konnten, sind herzlich willkommen!

Zsfassung Präsentat.Plastik.pdf
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