Nachhaltige Innovationen

Gruppenbild der Ökumenischen Umweltgruppe

Bahnhofstraße Lichtenrade meets Smart City.

Noch der alte Senat von Berlin hat im Juni diesen Jahres den Entwurf für ein „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm“ vorgelegt. Hier werden Maßnahmen der Energieeffizienz, der Gebäude-sanierung und der Mobilität be- schrieben, die nötig sind, um die Folgen des Klimawandels auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Ausgehend von diesem Programm hat die Ökumenische Umweltgruppe darüber nachgedacht, welche nach- haltigen Innovationen im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Zentren“ evtl. für die Bahnhofstraße denkbar und wünschenswert sein können.

 

Handlungsfeld erneuerbare Energien.

Berlin drängt darauf, dass vor allem die Dächer landeseigener öffent-licher Gebäude zur Gewinnung von Solarenergie genutzt werden. In Lichtenrade kommt insbesondere das Ulrich-von Hutten Gymnasium hierfür in Betracht. Auch Strom aus Solarenergie auf den Dächern der Parkhäuser könnte für die Attrak-tivität und die Qualität dieser Straße genutzt werden. Wenn ein Neubau des S-Bahnhofs unumgänglich ist, sollten auch diese Dachflächen mit Solaranlagen ausgestattet werden.

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Gedanken nach der Wahl

Die Sehnsucht nach einer heilen Welt und die Zumutung einer globalen Nachbarschaft

In unserer Sitzung am 20. September diskutierte die ökumenische Umweltgruppe das Wahlergebnis in Berlin und das Erstarken rechtskonservativer Be- wegungen in Europa. Das Ein- führungsreferat hielt Pfarrer i.R. Reinhart Kraft:

Und Gott der Herr sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vater- land und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und will dich segnen und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Am Anfang dessen, was wir Heilsgeschichte nennen, soll einer seine Heimat verlassen. Ihm wird ein Aufbruch ins Ungewisse zugemutet. Er soll die Sicherheit und Bequemlichkeit seiner Sippe hinter sich lassen, er soll nach vorne schauen und sich aufmachen in ein Land, das er nicht kennt. Er soll sich leiten lassen von Gott und dem vertrauen, was ihm begegnen wird. Und er soll Nachfolger finden, die ebenso bereit sind zum Aufbruch auf dem Weg zum neuen Land. Und darin, so sagt der Bibeltext, liegt eine Verheißung für die Weltgemeinschaft. Wie verträgt sich das aber mit unserem eigenen Bedürfnis nach Heimat und Geborgenheit?

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Lichtblick für Lichtenrade

Neue Perspektiven für die Alte Mälzerei/Workshop zu Nutzungsmöglichkeiten am 5.10.

Über einen Lichtblick gilt es zu berichten. Die Alte Mälzerei zwischen Bahnhof Lichtenrade und Steinstraße ist verkauft worden. Die Ökumenische Umweltgruppe hatte Gelegenheit, mit dem neuen Eigentümer, Herrn Thomas Bestgen, zu sprechen. Um es vorweg zu sagen. Wir haben den Eindruck: an dieser Stelle hat Lichtenrade Glück gehabt. Hier kommt ein Investor mit der ausreichenden wirtschaftlichen Erfahrung und zugleich mit dem deutlichen Interesse an einer sozialverträglichen Nutzung des Gebäudes und an der Gestaltung des Umfeldes.

Herr Bestgen ist Geschäftsführer der UTB Projektmanagement und Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz Berlin und hat sich besonders auf dem Gebiet des genossen-schaftlichen Wohnungsbaus in Berlin engagiert. Er erwirbt das Gebäude jedoch als Familienbesitz als Privatmann. Und er kommt nicht mit einem fertigen Konzept für die Nutzung der Mälzerei, er fragt vielmehr nach den unterschiedlichen Bedürfnissen und lotet die Möglichkeiten aus.

 

Tunnel für Dresdner Bahn!

Die Bahn gehört in den Tunnel

Nach unserer Überzeugung bewirkt die ebenerdig geplante Bahntrasse für die Dresdner Bahn mitten durch Lichtenrade eine unzumutbare Be- schädigung unseres Stadtteils. Die tiefe Unterführung der Bahnhof- straße sowie die hohen Lärm- schutzwände werden den    Stadtteil

zerschneiden und den westlichen Teil wirtschaftlich abkoppeln. Ver- schiedene Geschäfte werden schlie- ßen müssen. Die Verkehrsbelastung der Bahnhofstraße wird nach dem Wegfall des Übergangs Wolziger Zeile weiter zunehmen.

Es wird so sein, wie so oft im Leben. Erst, wenn die Bagger vor der Tür stehen, erkennt man den Ernst der Lage. Erst kürzlich ist bei einer Anhörung auch das Ausmaß der bevorstehenden Verkehrsbehin-derung durch die Großbaustelle „Dresdner Bahn“ deutlich geworden. Mindestens viereinhalb Jahre wird die Bahnhofstraße zwischen Steinstraße und Wünsdorfer Str. gesperrt sein. Dieser Beschädigung des Stadtteils muss widersprochen werden. Die Bahn gehört in den Tunnel, nicht die Bahnhofstraße.