Gedanken nach der Wahl

Die Sehnsucht nach einer heilen Welt und die Zumutung einer globalen Nachbarschaft

In unserer Sitzung am 20. September diskutierte die ökumenische Umweltgruppe das Wahlergebnis in Berlin und das Erstarken rechtskonservativer Be- wegungen in Europa. Das Ein- führungsreferat hielt Pfarrer i.R. Reinhart Kraft:

Und Gott der Herr sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vater- land und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und will dich segnen und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Am Anfang dessen, was wir Heilsgeschichte nennen, soll einer seine Heimat verlassen. Ihm wird ein Aufbruch ins Ungewisse zugemutet. Er soll die Sicherheit und Bequemlichkeit seiner Sippe hinter sich lassen, er soll nach vorne schauen und sich aufmachen in ein Land, das er nicht kennt. Er soll sich leiten lassen von Gott und dem vertrauen, was ihm begegnen wird. Und er soll Nachfolger finden, die ebenso bereit sind zum Aufbruch auf dem Weg zum neuen Land. Und darin, so sagt der Bibeltext, liegt eine Verheißung für die Weltgemeinschaft. Wie verträgt sich das aber mit unserem eigenen Bedürfnis nach Heimat und Geborgenheit?

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Von Eberswalde nach Neuzelle

Unsere Radtour vom 26. bis zum 29. August 2016 - 175 km von Eberswalde über Słubfurt nach Neuzelle

Drahtesel sind leise, abgasfrei und ihre Benutzung stärkt Herz und Kreislauf. Was will man mehr? Wenn dann auch noch die Sonne scheint, die „Reitwege“ in passablem Zustand sind und eine ab- wechslungsreiche Landschaft das Auge erfreut, stellt sich die gute Stimmung von selbst ein.

Wie es sich für eine Umweltgruppe gehört, steuern wir natürlich Ziele an, die unseren ökologischen Horizont erweitern können. So ist die erste Anlaufstation das „Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer“ in Eberswalde. Der Name des früh verstorbenen Hermann Scheer (u. a. erster Träger des Weltsolarpreises und Träger des Alternativen Nobelpreises) ist Programm und Verpflichtung.

So bietet das Zentrum in einem sehenswerten Null-Emissions-Haus u. a. Energieberatungen für Haus- halte, Beratung über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Zusammenarbeit mit Fachfirmen sowohl im Hersteller- als auch im Installationsbereich an. Für Schulen und Kindergärten wird praxisnahes Wissen über ökologische Zu- sammenhänge vermittelt. Eine sehens- und erlebenswerte Ein- richtung! Dennoch verlassen wir

diesen Ort mit dem Gefühl, dass...

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Protest gegen Pläne der Bahn

Kundgebung der BI Dresdner Bahn am 12. September 2016

Nach unserer Überzeugung bewirkt die ebenerdig geplante Bahntrasse durch Lichtenrade eine unzumut- bare Beschädigung unseres Stadtteils. Die tiefe Unterführung der Bahnhofstraße sowie die hohen Lärmschutzwände werden den

Stadtteil zerschneiden und den westlichen Teil wirtschaftlich ab- koppeln. Verschiedene Geschäfte werden schließen müssen. Die Verkehrsbelastung der Bahnhof-straße wird nach dem Wegfall des Übergangs Wolziger Zeile weiter zunehmen.

Es wird so sein, wie so oft im Leben. Erst, wenn die Bagger vor der Tür stehen, erkennt man den Ernst der Lage. Erst kürzlich ist bei einer Anhörung auch das Ausmaß der bevorstehenden Verkehrsbehin-derung durch die Großbaustelle „Dresdner Bahn“ deutlich geworden. Mindestens viereinhalb Jahre wird die Bahnhofstraße zwischen Steinstraße und Wünsdorfer Str. gesperrt sein. Dieser Beschädigung des Stadtteils muss widersprochen werden. Die Bahn gehört in den Tunnel, nicht die Bahnhofstraße. Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn ruft nun erneut auf zu einer Kundgebung

und zwar am Montag, 12. 9. 16 um 18:00 auf dem Pfarrer – Lütkehaus - Platz.

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Lichtblick für Lichtenrade

Gruppenbild der Ökumenischen Umweltgruppe

Neue Perspektiven für die Alte Mälzerei/Workshop zu Nutzungsmöglichkeiten am 5.10.

Über einen Lichtblick gilt es zu berichten. Die Alte Mälzerei zwischen Bahnhof Lichtenrade und Steinstraße ist verkauft worden. Die Ökumenische Umweltgruppe hatte Gelegenheit, mit dem neuen Eigentümer, Herrn Thomas Bestgen, zu sprechen. Um es vorweg zu sagen. Wir haben den Eindruck: an dieser Stelle hat Lichtenrade Glück gehabt. Hier kommt ein Investor mit der ausreichenden wirtschaftlichen Erfahrung und zugleich mit dem deutlichen Interesse an einer sozialverträglichen Nutzung des Gebäudes und an der Gestaltung des Umfeldes.

Herr Bestgen ist Geschäftsführer der UTB Projektmanagement und Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz Berlin und hat sich besonders auf dem Gebiet des genossen-schaftlichen Wohnungsbaus in Berlin engagiert. Er erwirbt das Gebäude jedoch als Familienbesitz als Privatmann. Und er kommt nicht mit einem fertigen Konzept für die Nutzung der Mälzerei, er fragt vielmehr nach den unterschiedlichen Bedürfnissen und lotet die Möglichkeiten aus.

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